Blended Learning

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Die 3 beliebtesten Modelle im Blended Learning

In klassischen Präsenztrainings fällt Teilnehmern der Transfer in den Alltag häufig schwer. Gleichzeitig sind Personaler immer weniger bereit, Schulungsteilnehmer für mehrere Tage von der Arbeit freizustellen. Bei der Methode Blended Learning ergänzen Online-Inhalte das Training so, dass alle Seiten davon profitieren. Doch wann ist welches Modell für Blended Learning geeignet? Wir stellen dir die drei beliebtesten Blended Learning Modelle vor.

Das bedeutet Blended Learning für Trainings

Blended Learning bedeutet grundsätzlich eine Vermischung verschiedener Lernformen. In der Welt der Trainings und Coachings ist dieser Ansatz immer beliebter, da sowohl Teilnehmer als auch Trainer und Kunde von Blended Learning profitieren. Der Verband der europäischen Blended-Learning-Akteure e. V. liefert auf seiner Webseite folgende Definition:

“Bei Blended Learning werden die sehr unterschiedlichen Lernformen so verzahnt und zu einer Einheit zusammengeführt, dass es gelingt, die Vorteile der jeweiligen Lernform einzubringen und die Nachteile der jeweils anderen Lernform zu kompensieren.”

Soviel zur Definition von Blended Learning – für die Umsetzung in der Praxis stehen Trainern und Coaches verschiedene Modelle zur Auswahl. Überlegst du, Blended Learning zu verwenden, so solltest du dir deshalb zunächst einige Fragen zur Wahl eines Blended-Learning-Modells stellen.

Checkliste: Welches Modell für Blended Learning passt zu deinem Training?

Grundsätzlich spielen viele Faktoren bei der Wahl des passenden Blended-Learning-Modells eine Rolle: Dein bisheriges Format an Präsenzveranstaltungen, die Größe deiner Teilnehmergruppe, die Dauer deines gesamten Trainings – nicht zuletzt auch die Anforderungen deines Kunden. Für eine erste Orientierung solltest du dir folgende drei Fragen stellen:

  • Wo soll dein Fokus liegen – in der Präsenzveranstaltung oder in der Online-Phase?

  • Wie viele Präsenzveranstaltungen hast du im Rahmen eines Trainings?

  • Falls mehr als eine Veranstaltung: Wieviel Zeit liegt zwischen einzelnen Veranstaltungen?

Je nach Antwort eignen sich unterschiedliche Modelle von Blended Learning für dein Training. Die drei häufigsten stellen wir dir im folgenden Abschnitt vor.

💡 Welches Blended-Learning-Modell passt, hängt vor allem davon ab, wie Präsenz- und Onlinephasen gewichtet und zeitlich miteinander verzahnt werden.

Drei beliebte Blended Learning Modelle

Der Fokus, die Anzahl der Veranstaltungen und die gesamte Zeitspanne des Trainings – das sind wesentliche Faktoren, die die Wahl deines Blended Learning Modells beeinflussen. Wenn wir diese Faktoren unterschiedlich zusammenstellen, so erhalten wir drei typische Blended Learning Modelle:

Der Springer

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Das Blended-Learning-Modell “Springer”

Beim Springer sind Online- und Präsenzphasen etwa gleich wichtig. Dieses Blended-Learning-Modell eignet sich daher gut für dich, wenn du bisher mehrere Präsenzveranstaltungen einsetzt, zwischen denen mindestens eine Woche liegt.

  • Fokus: Sowohl Online als auch Präsenz

  • Anzahl: Mehr als eine Veranstaltung

  • Zeitspanne: Abstände von über einer Woche zwischen den Veranstaltungen

Der Reiher

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Das Blended-Learning-Modell “Reiher”

Beim Reiher liegt der Schwerpunkt auf der Präsenzphase. Dieses Blended-Learning-Modell eignet sich gut für dich, wenn du dein Training oder Coaching bisher zeitlich sehr fokussiert hast. Setzt du z. B. bisher auf ein Wochenend-Seminar oder auch ein Tages-Workshop, so kannst du mit einer Ergänzung einer Onlinephase die Zeitspanne deines Trainings verlängern und den Transfer des Gelernten sichern.

  • Fokus: Präsenz

  • Anzahl: Weniger als fünf Veranstaltungen

  • Zeitspanne: Abstände von weniger als einer Woche zwischen den Veranstaltungen

Das Sandwich

Das Blended-Learning-Modell “Sandwich”

Beim Sandwich liegt der Schwerpunkt eher auf den Onlinephasen. Dieses Blended-Learning-Modell eignet sich gut für dich, wenn du nur eine oder maximal zwei Präsenztermine hast. In einer vorbereitenden Onlinephase kannst du Basiswissen vermitteln und ins Thema einführen. In der nachbereitenden Onlinephase kannst du Übungen anbieten und den Transfer in den Alltag sichern.

Wichtig beim Sandwich: Die Präsenzveranstaltung wird von Online-Inhalten umschlossen. Das kann in der Praxis so aussehen, dass der Trainer explizite Inhalte zur Vor- und Nachbereitung freigibt. Manchmal ist die Onlinephase aber auch eine andauernde Möglichkeit für Teilnehmer, zu jederzeit auf weitere Inhalte zugreifen zu können. So haben Teilnehmer beispielsweise die Möglichkeit, sich per Kommentar unter einem Inhalt mit anderen auszutauschen.

  • Fokus: Online

  • Anzahl: eine Veranstaltung (maximal zwei, direkt hintereinander)

Neben diesen drei typischen Modellen gibt es natürlich zahlreiche Variationen und Sonderformen. Beim "umgedrehte Reiher" beispielsweise beginnst du zunächst mit einer Online-Phase, bevor du deine Präsenzveranstaltungen einsetzt.

Beispiele für Blended-Learning-Modelle aus der Praxis

Jetzt hast du die drei häufigsten Modelle im Blended Learning kennengelernt. Für jedes Modell sind Variationen denkbar. Für den Einstieg raten wir dir, eins der drei typischen Modelle für eine Testphase zu wählen. Doch wie sehen die dargestellten Varianten in der Praxis aus? Wir beschreiben dir im Folgenden für jedes Modell im Blended Learning ein typisches Training:

Ein typisches Training im Blended-Learning-Modell “Springer”

Das Modell eignet sich wie oben beschrieben ideal für Trainings, die sich insgesamt über einen längeren Zeitraum hinweg strecken. So wie das Training von Normen Ulbrich, der Personalentwicklung vorantreiben möchte. Normen hat sich schon oft für das Blended-Learning-Modell “Springer” entschieden: Er beginnt immer mit einer Präsenzveranstaltung, um die persönliche Bindung für die kommenden Monate zu stärken. Da zwischen seinen Präsenzveranstaltungen in der Regel mehrere Wochen liegen, füllt er die Pausen mit kurzen Online-Impulsen.

Normens Vorteil vom Blended-Learning-Modell “Springer”: Seine Teilnehmer bleiben dauerhaft am Ball und werden auch über diesen längeren Zeitraum hinweg nachhaltig begleitet.

Ein typisches Training im Blended-Learning-Modell “Reiher”

Das Modell eignet sich gut für Trainer, die mit Blended Learning einsteigen und zunächst vor allem den Transfer der Teilnehmer stärken wollen. Der Vorteil bei diesem Modell ist, dass du als Trainer nur am Ende deines bisherigen Trainings auf den Online-Teil verweisen musst. Die beiden Lernformen (Präsenz und Online) kannst du dann quasi wie Lego-Bausteine miteinander verbinden.

Im Unternehmen ist das Blended-Learning-Modell “Reiher” außerdem gut im Onboarding geeignet: Neue Mitarbeiter können so nach einer kurzen persönlichen Einführung über mehrere Wochen und Monate hinweg online eingearbeitet werden.

Ein typisches Training im Blended-Learning-Modell “Sandwich”

Dieses Modell eignet sich für besonders Trainer, die mit einer einzelnen Präsenzveranstaltung arbeiten und die Onlinephase intensiv nutzen wollen. In der längeren Onlinephase kannst du als Trainer jede Menge Inhalte und Übungen anbieten oder Präsentationen hochladen. Auch ein intensiver Austausch zwischen den Teilnehmern ist bei diesem Modell besonders gut möglich.

Fazit

Blended Learning entfaltet seine Stärke dann, wenn Präsenz- und Onlinephasen nicht einfach kombiniert, sondern passend zum Trainingsziel und Ablauf miteinander verzahnt werden.

Springer, Reiher oder Sandwich: Welches Blended-Learning-Modell am besten passt, hängt davon ab, wo der Schwerpunkt deines Trainings liegt, wie viele Präsenztermine vorgesehen sind und über welchen Zeitraum sich das Lernen erstreckt. Die drei Modelle bieten dafür eine einfache Orientierung und lassen sich je nach Bedarf an den konkreten Trainingsablauf anpassen.

Häufige Fragen und Antworten

Welche Blended-Learning-Modelle gibt es?

Drei typische Blended-Learning-Modelle sind Springer, Reiher und Sandwich. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie stark Präsenz- und Onlinephasen gewichtet werden und wie die einzelnen Lernphasen zeitlich aufeinander folgen.

Wann eignet sich das Blended-Learning-Modell Springer?

Der Springer eignet sich besonders für Trainings mit mehreren Präsenzveranstaltungen, zwischen denen längere Zeiträume liegen. Online-Inhalte überbrücken diese Phasen und begleiten die Teilnehmer kontinuierlich.

Wann ist das Blended-Learning-Modell Reiher sinnvoll?

Der Reiher eignet sich für Trainings, bei denen die Präsenzphase im Mittelpunkt steht. Eine anschließende Onlinephase kann das Gelernte vertiefen und den Transfer in den Alltag unterstützen.

Wie funktioniert das Blended-Learning-Modell Sandwich?

Beim Sandwich wird eine Präsenzveranstaltung von Onlinephasen umschlossen. Die erste Onlinephase kann auf den Termin vorbereiten, während die anschließende Onlinephase Übungen, Vertiefungen und den Transfer in den Alltag unterstützt.

Du möchtest wissen, welche Blended Learning Methoden es gibt? Lade dir kostenlos unsere Übersicht "Die beliebtesten Modelle im Blended Learning" herunter.

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