Wissensvermittlung spaßiger gestalten? Ja – mit Edutainment! Doch was hat es damit eigentlich auf sich? Ist das nicht eigentlich das gleiche wie Gamification? Im Artikel klären wir alle Fragen zum Trendbegriff.
Edutainment setzt sich aus den Begriffen education (Bildung) und entertainment (Unterhaltung) zusammen und beschreibt die unterhaltsame Wissensvermittlung mit Hilfe neuer und digitaler Medien.
Der Lerntransfer soll dabei einen großen Unterhaltungswert haben: Durch diese Verbindung von Unterhaltung und Bildung steigert sich die Lernmotivation aller Beteiligten enorm, wodurch auch der Lerneffekt wächst.
Gerade im digitalen Lernen spielt dieser Ansatz eine wichtige Rolle. Kurze Videos, überraschende Beispiele oder humorvolle Elemente können Inhalte greifbarer machen und dafür sorgen, dass Kursteilnehmer länger konzentriert bleiben. Edutainment unterstützt damit nicht nur die Motivation, sondern auch die nachhaltige Verankerung von Wissen.
Edutainment: Beschreibt das nicht auch Gamification?
Nicht ganz! Gamification verfolgt zwar eine ähnliche Absicht – nämlich den Spaß am Lernen zu erhöhen – setzt dabei jedoch auf den reinen Spieltrieb des Menschen. Das heißt: Im Lernkontext werden spieltypische Elemente in einem spielfremden Kontext angewandt. Klingt das spannend für dich? Auf unserem Blog findest ausführlichen Beitrag zu Gamification von unserer Redakteurin Laura.
Im Gegensatz zu Gamification legt Edutainment das Medium der Wissensvermittlung nicht fest: Hauptsache, die elektronische Wissensvermittlung ist lehrreich und unterhaltsam. Die Unterhaltung steht also im Mittelpunkt. Das geht über den spielerischen Aspekt weit hinaus!
Kurz: Jedes Spiel ist unterhaltsam, aber nicht jede Unterhaltung ist automatisch ein Spiel!
Wo wird Edutainment genutzt?
Edutainment findet sich vor allem in alltäglichen Situationen wieder, in denen schnell und unkompliziert Wissen weitergegeben werden soll. In Fernsehshows, wie Galileo, wird Wissen auf unterhaltsame Art und Weise vermittelt. Auch viele Museen machen sich diese Methode ebenfalls zunutze und verbinden Interessantes mit Witzigem.
Aber auch in der Fort- und Weiterbildung findet Edutainment Anwendung. Edutainment eignet sich besonders gut zur Auflockerung von Präsentationen oder Vorträgen. Für moderne Online-Kurse bieten sich zum Beispiel unterhaltsame Elemente wie Quizze oder Videos an. Letztere sind besonders gut geeignet um Inhalte auf unterschiedlichen Wegen unterhaltsam zu vermitteln.
Fazit
Unterhaltsames Lernen funktioniert dann besonders gut, wenn didaktische Struktur und motivierende Elemente zusammenwirken. Edutainment ist deshalb kein Selbstzweck, sondern ein wirkungsvolles Prinzip moderner E-Learning-Konzepte.
Edutainment zeigt, wie sich Wissensvermittlung und Unterhaltung sinnvoll verbinden lassen. Richtig eingesetzt erhöht dieser Ansatz die Aufmerksamkeit, steigert die Motivation der Kursteilnehmer und unterstützt den Lerntransfer. Wichtig ist jedoch, dass Unterhaltung immer einem klaren Lernziel dient.
Gerade im digitalen Lernen bieten sich dafür viele Möglichkeiten: kurze Videos, interaktive Quizze, überraschende Beispiele oder kleine Story-Elemente. Sie lockern Inhalte auf und helfen dabei, komplexe Themen verständlich zu vermitteln.
Wenn du Edutainment in deinen Kursen einsetzen möchtest, beginne am besten mit einfachen Formaten. Kurze, unterhaltsame Videos sind ein guter Einstieg und lassen sich leicht mit weiteren Lernformaten kombinieren. So entsteht Schritt für Schritt ein Lernangebot, das Wissen vermittelt und gleichzeitig Spaß macht.
Aktualisiert am 06.03.2026







