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Den Erfolg von Schulungen zu messen gehört zu den schwierigsten Aufgaben für Personalentwickler.
5 Min. Lesezeit

Erfolg von Schulungen messen: Drei Schlüsselfragen helfen Personalern

Laura Evers
Mi, 11.09.2019

Nach jeder Mitarbeiterschulung steht die Gretchenfrage im Raum: “War die Maßnahme erfolgreich?” – Diese Frage zu beantworten stellt Personalentwickler regelmäßig vor Herausforderungen. Drei Schlüsselfragen helfen dir zukünftig dabei, den Erfolg von Schulungen zu messen.

Ob Soft Skills, digitale Kompetenzen oder fachliche Expertise: Wissen ist die wichtigste Ressource für erfolgreiche Unternehmen. Im Jahr 2018 stellten Unternehmen im Durchschnitt über 700€ Budget pro Mitarbeiter für Weiterbildung bereit. Eine große Investition, die sich auch rechnen muss.

Doch den Erfolg von Schulungen zu messen ist keine einfache Aufgabe. Oft kannst du die Ergebnisse einer Schulung nicht einfach in Zahlen fassen: Woran misst du höhere Motivation, bessere Kommunikation oder feine Verhaltensänderungen? Ich denke, du kennst das Problem.

Verschiedene Hilfsmittel helfen dir, den Erfolg von Schulungen zu messen: Fragebögen, Tests und Einzelgespräche sind nur einige Beispiele. Die Kunst ist, diese Hilfsmittel gezielt einzusetzen – und gleichzeitig die richtigen Fragen für dich, die Mitarbeiter und dein Unternehmen zu stellen.

Den Erfolg von Schulungen zu messen gehört zu den schwierigsten Aufgaben für Personalentwickler.

Den Erfolg von Schulungen zu messen gehört zu den schwierigsten Aufgaben für Personalentwickler. Hilfsmittel wie Umfragen oder relevante Kennzahlen können dabei helfen.

Die folgenden drei Schlüsselfragen helfen dir, den Erfolg von Schulungen in Zukunft einfacher zu messen:

  1. Lernen die Mitarbeiter das Richtige?
  2. Hat das Lernen positive Effekte im Arbeitsalltag?
  3. Welche messbaren Auswirkungen hat diese Schulung?

Im Folgenden erkläre ich dir, warum genau diese drei Fragen so wichtig sind – und mit welchen Hilfsmitteln du sie beantworten kannst.

Miss alles, was sich messen lässt, und mach alles messbar, was sich nicht messen läßt. (Archimedes)


Frage 1: Lernen die Mitarbeiter das Richtige?

Was sollen Mitarbeiter überhaupt lernen? Die Antwort darauf ist häufig “Alles, was in der Schulung erklärt wird.” Das ist allerdings viel zu unspezifisch und deshalb schwer zu messen.

Ein klassischer Wissenstest am letzten Schulungstag sagt nur etwas über das Kurzzeitgedächtnis deiner Mitarbeiter aus. Du erfährst aber nichts darüber, welche Inhalte wirklich langfristig angewendet werden. Im schlechtesten Fall ist nur der nette Trainer in Erinnerung geblieben, oder das gute Mittagessen – und die wertvollen Tipps für produktiveres Arbeiten sind schnell vergessen.

Auch ein Happy Sheet kann diese Frage nicht beantworten. Natürlich ist es wünschenswert, dass die Mitarbeiter die Schulung als wertvoll oder motivierend empfinden. Diese emotionale Momentaufnahme ist trotzdem kein Garant für eine langfristige Änderung.

Passende Hilfsmittel:

Um den inhaltlichen Erfolg von Schulungen zu messen, ist eine langfristige Überprüfung des Gelernten notwendig. Besonders Verhaltensänderungen zeigen sich oft erst nach Wochen oder gar Monaten. Um Veränderungen wirklich zu sehen, hat sich ein dreischrittiges Vorgehen bewährt:

  1. Erhebung des Ist-Zustands vor der Schulung:
    • Was? – Aktueller Wissensstand und Erwartungen an die Schulung
    • Wie? – Über Fragebögen und Umfragen
  2. Ergebung des Lern-Stands direkt nach der Schulung:
    • Was? – Wichtige Kerninhalte und Erfüllen der Erwartungen
    • Wie? – Über Wissenstests, Zertifikate und HappySheets
  3. Erhebung der Veränderungen am Arbeitsplatz:
    • Was? – Praktische Anwendung und Verinnerlichung der Kerninhalte
    • Wie? – Über Fragebögen, Beobachtungen und Mitarbeitergespräche
Tipp: Fragebögen zu erstellen ist gar nicht so einfach! In unserer Artikelserie “Richtig Fragen” erfährst du, wie du mit den richtigen Fragetypen und Formulierungen die Antworten bekommst, die du brauchst.

Besonders effektiv ist dieses dreischrittige Vorgehen bei E-Learnings: Fragebögen und Zertifikate kannst du bei einem guten Tool direkt in die Schulungsabläufe integrieren und online sofort auswerten – übersichtlich und ohne Papierchaos.


Frage 2: Hat das Lernen positive Effekte im Arbeitsalltag?

Diese Frage mag im Kontext von Schulungen vielleicht oberflächlich klingen. Schließlich sollen die Mitarbeiter vor allem Wissen aufnehmen und umsetzen. Und das alleine sollte ja schon einen positiven Effekt im Arbeitsalltag haben.

Was viele Personaler übersehen: Mitarbeiter geben oft in ihrem Verhalten selbst sehr viel direkteres Feedback zu Schulungen. Der Erfolg von Schulungen ist oft nicht nur an einzelnen Mitarbeitern zu sehen. Er zeigt sich im ganzen Team, in der täglichen Zusammenarbeit und letztlich im Arbeitsklima. Und wir wissen mittlerweile: Ein gutes Arbeitsklima ist wichtig für den Unternehmenserfolg!

Einige Beispiele, wie sich Effekte von Schulungen ganz praktisch im Alltag zeigen:

  • Ist die Stimmung im Büro nach einem Kommunikationstraining besser?
  • Gibt es nach einem Führungskräftetraining weniger Beschwerden von den unterstellten Mitarbeitern?
  • Erledigen Mitarbeiter bestimmte Aufgaben nach einer Zeitmanagement- Schulung schneller?
  • Sind Mitarbeiter nach einer Schulung über Gesundheit am Arbeitsplatz seltener krank?

Schulungen können sich positiv auf das Arbeitsklima in Teams auswirken.

Schulungen können sich positiv auf das Arbeitsklima in Teams auswirken. Davon profitiert letztlich das ganze Unternehmen.

Passende Hilfsmittel:

Welche Hilfsmittel für dich geeignet sind, den Erfolg der Schulung zu messen, hängt natürlich stark vom Thema der Schulung ab. Für die oben genannten Beispiele sind folgende Hilfsmittel zu empfehlen:

  • Beobachtungen oder regelmäßige Umfragen zum Arbeitsklima
  • Einzel- oder Teamgespräche mit direktem Feedback
  • Messung der Arbeitsgeschwindigkeit an schulungsrelevanten Aufgaben
  • Auswertung der Krankheitstage oder Umfragen zum individuellen Wohlbefinden

So kannst du den Erfolg von Schulungen in Hinblick auf den Arbeitsalltag in verschiedenen Faktoren messen. Diese Faktoren sind auch für die dritte Frage wichtig:


Frage 3: Welche messbaren Auswirkungen hat diese Schulung?

Die dritte Frage ist vermutlich die Wichtigste für Entscheider und Geschäftsführer. Hierbei geht es um den direkten Return On Investment (RIO) für das ganze Unternehmen, ergo: um harte Fakten.

Viele Personalentwickler umgehen Kennzahlen beim Thema Weiterbildung gerne so weit wie möglich – schließlich hört niemand gerne, dass die eigene Arbeit vielleicht keinen Effekt hat. Eine klare Aussage anhand von Zahlen, ob sich die Investition in genau diese Schulung lohnt, ist trotzdem unabdingbar. Und letztlich helfen Kennzahlen dir auch, neue Schulungen zu bewerten oder bestehende Maßnahmen zu verbessern.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Die Auswirkungen auf den einzelnen Mitarbeiter und kleinere Gruppen sind natürlich auch messbar (siehe Frage 1 und Frage 2). Diese Messungen beziehen sich oftmals auf extra dafür entworfene Fragebögen oder auf Selbsteinschätzungen. Mit Fokus auf das ganze Unternehmen werden die Erfolge an unternehmensweiten Kennzahlen gemessen.

Passende Hilfsmittel:

Der Erfolg von Schulungen wird an allgemeinen Kennzahlen gemessen, die den Erfolg des ganzen Unternehmens betreffen. Wie und wo diese erhoben werden, ist in jedem Unternehmen unterschiedlich.

Folgende Kennzahlen können für dich hilfreich sein:

  • Produktivität: beispielsweise gemessen an akquirierten Neukunden oder produzierten Güter
  • Kosteneinsparungen: beispielsweise gemessen an Ausfallzeiten der Mitarbeiter oder Fehlerquoten
  • Kundenzufriedenheit: beispielsweise gemessen an Bearbeitungszeiten oder direkten Kundenumfragen
  • Mitarbeiterbindung: beispielsweise gemessen an der Kündigungsquote

Harte Kennzahlen wie diese sind besonders in der Verhandlung von Weiterbildungsbudgets wichtig – allerdings sollten sie bei der Schulung von Menschen nicht als alleiniger Maßstab genutzt werden. Denn nicht immer ist ein Rückschluss zwischen Schulung und Kennzahl eindeutig.


Fazit: Miss den Schulungserfolg auf unterschiedlichen Ebenen

Drei Ebenen sind wichtig, um den Erfolg von Schulungen zu messen: Der einzelne Mitarbeiter, Abteilungen oder Teams und das gesamte Unternehmen. Daher ist es wichtig, bei der Frage “War diese Schulung erfolgreich?” alle drei Ebenen zu beachten – beispielsweise mit den drei oben vorgestellten Fragen. Die Aufgabe eines guten Personalentwicklers ist letztlich, alle drei Schlüsselfragen mit den richtigen Hilfsmitteln zu beantworten.

Die besten Hilfsmittel, um den Erfolg von Schulungen zu messen:

  • Umfragen und Happy Sheets für die subjektive Sicht der Mitarbeiter.
  • Fragebögen und Tests zur Überprüfung von Faktenwissen.
  • Persönliche Gespräche und Beobachtung zu Veränderungen im Arbeitsalltag.
  • Harte Kennzahlen, um alle Auswirkungen im Unternehmenskontext zu fixieren.

Wie wird in deinem Unternehmen der Erfolg von Schulungen gemessen? Und welche Hilfsmittel haben sich dabei bewährt? Verrate es uns gerne in den Kommentaren! 🙂

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