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Der Schlüssel zur erfolgreichen Lernkultur in Unternehmen

Um zukünftig erfolgreich zu bleiben, müssen Unternehmen über 50% ihrer Mitarbeiter in den nächsten Jahren weiterbilden. Klassische Weiterbildungsformen sind dafür oft ungeeignet. Eine neue Lernkultur kann das jedoch leisten. Wir fassen drei Tipps zusammen, mit denen du eine neue Lernkultur entwickeln kannst.

Im “Global Human Capital Trends” Report 2020 gaben über 50% der befragten Unternehmen an, dass in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte ihrer Mitarbeiter ihre Fähigkeiten ausbauen müssen. Das stellt Unternehmen vor eine riesige Herausforderung: Jahrzehntelang hieß “Lernen”, dass Mitarbeiter ihre Arbeit unterbrechen, den Arbeitsplatz verlassen und erst nach dem Training weiter produktiv arbeiten.

Doch bei den zunehmend schnelleren Veränderungen in Unternehmen und Arbeitsprozessen ist diese Art “Lernen” nicht mehr erfolgversprechend. Unternehmen müssen eine neue Kultur des Lernens entwickeln, um Mitarbeiter schnell und erfolgreich direkt im Job weiterzubilden.

Einen ausführlichen Artikel zur Lernkultur findest du im Blog von eLearning Industry (englisch): The Secret To A Successful Company Culture Of Learning. Wir fassen für dich die drei wichtigsten Punkte aus dem Artikel zusammen, die du bei der Entwicklung einer neuen Lernkultur beachten musst:

3 Schlüsselelemente für neue Lernkultur in Unternehmen

1. Kenne die Bedürfnisse deiner Lernenden

Lernen darf nicht erzwungen werden. Mitarbeiter sind nur motiviert, wenn Trainingsprogramme nach ihren Bedürfnissen ausgerichtet sind. Du musst also die Bedürfnisse deiner Lerner kennen und sie bei einem individuellen, selbstgesteuerten Lernprozess unterstützen.

💡 Eine nachhaltige Lernkultur entsteht, wenn Mitarbeiter Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess übernehmen und Lernangebote passend zu ihren individuellen Bedürfnissen nutzen können.

2. Ermögliche Lernen genau dann, wenn Mitarbeiter es brauchen

Geforderte Fähigkeiten und Fertigkeiten ändern sich heute fast täglich. Daher müssen Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen, sofort und direkt bei der Arbeit zu lernen. Ähnlich wie im privaten Rahmen, in dem oft Google genutzt wird, um sofort neues Wissen zu finden, genau dann wenn es gebraucht wird.

Zu neuer Lernkultur gehört also auch, Lerninhalte flexibel zur Verfügung zu stellen. Unternehmen sollten daher Microlearning nutzen: Kleine, informative Wissenshappen, auf die die Mitarbeiter jederzeit direkt während der Arbeit zugreifen können.

3. Erkenne, dass echter Kulturwandel an der Spitze beginnt

Eine neue Lernkultur kannst du nicht einfach beschließen. Kultur ist tief verwurzelt im Unternehmen und muss wachsen und sich schrittweise festigen. Um das zu gewährleisten, muss die Führung mit an Bord sein und den Wandel vorleben und vorantreiben. Das gelingt beispielsweise, indem Führungskräfte Lerninhalte oder Lernvideos selbst erstellen und Mitarbeiter jederzeit zum Lernen ermutigen.

Fazit

Eine starke Lernkultur entsteht, wenn Lernen nicht als gelegentliche Maßnahme verstanden wird, sondern selbstverständlich zum Arbeitsalltag und zur Entwicklung des Unternehmens gehört.

Dafür reicht es nicht, Mitarbeitern regelmäßig neue Trainings anzubieten. Entscheidend ist, Rahmenbedingungen für kontinuierliches Lernen zu schaffen: Mitarbeiter müssen auf Wissen zugreifen können, wenn sie es für ihre aktuellen Aufgaben benötigen, und gleichzeitig genügend Freiraum bekommen, ihren Lernprozess selbst mitzugestalten.

Eine wichtige Rolle spielen deshalb flexible und kurze Lernangebote, die sich direkt in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Microlearning kann beispielsweise dabei helfen, relevantes Wissen genau dann verfügbar zu machen, wenn ein konkreter Bedarf entsteht. So wird Lernen nicht von der täglichen Arbeit getrennt, sondern zu einem Teil davon.

Gleichzeitig müssen Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter kennen und ernst nehmen. Wer selbst Einfluss darauf hat, was, wann und wie er lernt, kann mehr Verantwortung für die eigene Entwicklung übernehmen. Eine gute Lernkultur schafft deshalb nicht möglichst viele verpflichtende Trainings, sondern unterstützt selbstgesteuertes und bedarfsgerechtes Lernen.

Der entscheidende Impuls muss jedoch auch von den Führungskräften kommen. Wenn sie Weiterbildung sichtbar unterstützen, selbst lernen, Wissen teilen und ihren Mitarbeitern Zeit zum Lernen geben, zeigen sie: Lernen ist keine Unterbrechung der eigentlichen Arbeit, sondern ein wichtiger Bestandteil davon.

Eine neue Lernkultur entsteht nicht über Nacht. Unternehmen können sie aber Schritt für Schritt entwickeln, indem sie Lernen näher an den Arbeitsalltag bringen, Eigenverantwortung fördern und Weiterbildung konsequent vorleben.

Häufige Fragen und Antworten

Was bedeutet Lernkultur im Unternehmen?

Lernkultur beschreibt, welchen Stellenwert Lernen und persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen haben. Eine starke Lernkultur zeigt sich darin, dass Lernen nicht nur in einzelnen Trainings stattfindet, sondern selbstverständlich zum Arbeitsalltag gehört.

Wie lässt sich eine positive Lernkultur im Unternehmen entwickeln?

Unternehmen sollten zunächst die Lernbedürfnisse ihrer Mitarbeiter kennen und geeignete Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehören flexible Lernangebote, Möglichkeiten zum selbstgesteuerten Lernen und die Unterstützung durch Führungskräfte. Eine neue Lernkultur entwickelt sich dabei schrittweise und muss langfristig gefestigt werden.

Welche Rolle spielen Führungskräfte für eine erfolgreiche Lernkultur?

Führungskräfte haben eine wichtige Vorbildfunktion. Sie können Lernen aktiv fördern, Mitarbeiter zur Weiterentwicklung ermutigen, selbst Wissen teilen und zeigen, dass Lernen während der Arbeitszeit ausdrücklich erwünscht ist.

Warum ist selbstgesteuertes Lernen wichtig für die Lernkultur?

Selbstgesteuertes Lernen ermöglicht Mitarbeitern, ihren Lernprozess stärker an den eigenen Bedürfnissen und konkreten Aufgaben auszurichten. Dadurch übernehmen sie mehr Verantwortung für ihre Entwicklung und können neues Wissen gezielt dann erwerben, wenn sie es benötigen.

Wie lässt sich Lernen besser in den Arbeitsalltag integrieren?

Lerninhalte sollten flexibel und unmittelbar verfügbar sein. Kurze Microlearning-Einheiten können beispielsweise direkt bei einer konkreten Aufgabe genutzt werden. Dadurch müssen Mitarbeiter ihre Arbeit nicht für längere Trainings unterbrechen und können neues Wissen unmittelbar anwenden.

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