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Mit Microlearning zu mehr Trainingserfolg

Di, 13.06.2017

Die Aufmerksamkeitsspanne der Internet-Nutzer sinkt seit Jahren! Das betrifft nicht nur Facebook, Twitter und andere Social Media Kanäle, sondern auch das Lernen. Ich möchte dir in diesem Artikel gerne beschreiben, wie du dir Microlearning in deinen Trainings zunutze machst. So bietest du eine Lernform an, die den Ansprüchen der modernen Arbeitswelt entspricht. Außerdem zeige dir, wie du die kurzen Inhalte für Microlearning erstellst – sogenannte Micro-Content.

Wenn du direkt mit der Produktion loslegen möchtest, dann scrolle in den Abschnitt “Eigene Microlearning Inhalte für die Weiterbildung erstellen”.

Aber erstmal angefangen, wie dieser Artikel entstand: Ich war in letzter Zeit häufiger auf Messen unterwegs. Zum Beispiel ist mir auf der Learntec 2017 immer wieder der Begriff Microlearning aufgefallen. Als ich mich an diesen Artikel gesetzt habe und damit begonnen habe, die Informationen zusammenzusuchen ist mir etwas aufgefallen. Ich habe verschiedene Definitionen zu Microlearning durchgelesen und hatte mich ein bisschen in das Thema eingelesen, da habe ich folgende Parallele bemerkt: Dieser Text besteht in gewisser Weise auch aus mehreren Microlearning-Inhalten.

Zum Beispiel ist dieser Abschnitt zu den Definitionen ein kleiner Inhalt. Wenn du diesen Abschnitt gelesen hast, dann wirst du verschiedene Definitionen gelernt haben. Vielleicht waren dir Microlearning Definitionen bereits bekannt, dann hast du deine Informationslandkarte im Gehirn vielleicht ergänzt oder hast die Informationen wiederholt abgerufen. Mit diesen Definitionen alleine kannst du wahrscheinlich noch nicht die Frage beantworten: ”Wie erstelle ich Microlearning-Inhalte zu meinem Trainingsthema?”

Um dieser Frage näher zu kommen...

  • ...liest du den Abschnitt zu dem Aufbau und Umfang von Microlearning-Inhalten
  • ...lernst anschließend verschiedene Fallbeispiele kennen
  • ...vergleichst diese Fallbeispiele mit deinem eigenen Anwendungsfall.
  • ...erstellst einen Microlearning Inhalt.
  • ...machst dir Gedanken, ob du die Ziele erreicht hast, die du dir für den Inhalt gesetzt hast.
  • ...zeigst den Inhalt einem Kollege und holst dir seine Meinung.
  • ...schreibst einen Kommentar in den Blog und gibst vielleicht einen Hinweis, welche Schritte für dich gut funktioniert haben und schreibst, was welche Details für dich ergänzt werden könnten.

Dieser Prozess ist Microlearning.

Von Micro-Content zu Microlearning

Ein Blick auf diese Google Trend Grafik verrät mehrere Dinge zu dem Thema Microlearning. In der Grafik ist die relative Anzahl der Suchanfragen pro Monat für den Begriff Microlearning im Zeitraum von 2004 bis Mai 2017 aufgetragen. Viel Interesse gab es zwischen 2004 und 2007. Rund um diese Zeit hat sich das Internet zum sogenannten Web 2.0 gewandelt. Also von rein statischen Webseiten zu dem dynamischen, interaktiven “Mitmach”-Web, mit Blogs und anderen von Nutzern erzeugten Inhalten (z.B. Kommentare, Videos, Profile uvm.). Ein Effekt war, dass sich die Inhalte des Internets (das Web) zu immer kleineren Einheiten pulverisierten. Diese Einheiten wurden als Microcontent bezeichnet.

Beispiele für Microcontent sind ein Blogbeitrag, ein kurzes Video, ein Tweet und viele andere Formate. Der Feed von Facebook ist hierfür ebenfalls ein gutes Beispiel. Wenn du dich einloggst und durchscrollst, dann werden dir einzelne personalisierte Inhalte angezeigt: Ein Nachrichtenartikel, ein Video, ein Beitrag einer verlinkten Person, ein Katzenvideo usw. Wenn du dir diesen Strom an Inhalten ansiehst, dann passiert auch Microlearning. Dabei ist dieses “Learning” natürlich diffus gestreut und das erlernte Wissen eventuell irrelevant.  Bei Microlearning in der Weiterbildung möchtest du diesen Prozess natürlich entsprechend steuern, um die Ziele der Weiterbildung umzusetzen.

Nochmal zurück zu dem Verlauf der Grafik. Für mich stellen die Jahre 2008 bis 2014 die Inkubationszeit der Microlearning Idee in der Weiterbildung dar. Es war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar wie Microlearning eingesetzt werden soll, wie es technisch umgesetzt werden kann und welche Anwendungsfälle sinnvoll sind. Daher wurde viel diskutiert und ausprobiert. In den letzten Jahren hat das Thema wieder mehr an Bedeutung gewonnen, auch wenn sich an den grundlegenden Ideen wenig geändert hat. Was zusätzlich passiert ist: Die Endgeräte (z.B. Smartphones, Tablets), die Möglichkeiten der Medienproduktion und die Verbreitung des mobilen Internet hat dem Microlearning wieder Aufwind gegeben. Immer mehr Unternehmen möchten sich diese Lernformen zunutze machen. Dabei kann man durchaus die Frage stellen: Lernen wir nicht schon immer auf diese Weise?

Der Begriff Microlearning und seine Definitionsmöglichkeiten

Theo Hug und Norm Friesen haben die Microlearning-Idee wesentlich geprägt. Sie definieren Microlearning auf diese Weise:

“Microlearning is generally characterized by low time commitment, small chunks, short effort and narrow topics -- but is complex as a whole.” - Hug & Friesen

Ich übersetzte diese Definition so:

“Mikrolernen ist charakterisiert durch geringe Zeiteinheiten, kleine Abschnitte, mäßiger Arbeitsaufwand und eingegrenzte Themenbereiche -- im Großen und Ganzen aber vielschichtig.”

In dieser Definition sind die wesentlichen Merkmale von Microlearning enthalten.

Ein Hinweis möchte ich zu Definitionen von Microlearning geben. Da es  ein relativ deutungsoffener Begriff ist, gibt es sehr viele verschiedene Definitionen. In der Definition oben ist für mich der Zusatz “but it is complex as a whole / im Großen und Ganzen vielschichtig” am wichtigsten. Anstelle des englischen Begriffs wird durch den Ursprung in Österreich auch von Mikrolernen gesprochen. Weitere Begriffe die teils synonym, teils eigenständig gebraucht werden sind die Begriffe: Mobile Learning, Microcontent und Nano learning.

Die wesentlichen Merkmale von Microlearning in der Weiterbildung

  • Geringer zeitlicher Aufwand pro Inhalt (30 Sekunden - 20 Minuten)
  • In abgeschlossene Einheiten unterteilt
  • Handlungsbasiert, Praxisbezogen, auf Umsetzung ausgerichtet
  • Abrufbereit, dann wenn die Informationen benötigt werden
  • Erlaubt Rückmeldung (z.B von anderen Lernenden, den Kollegen, der Führungskraft, dem Trainer)

Durch diese vielfältigen Merkmale sind unterschiedliche Microlearning Arrangements möglich. Von vielen Möglichkeiten zu hören, kann jetzt erstmal für dich überwältigend klingen. Allerdings bieten sie dir viele Chancen. Du kannst sie so erstellen, auswählen oder anpassen, dass sie auf deine Lernziele zugeschnitten sind und den Voraussetzungen deiner Zielgruppe entsprechen. Diese Beispiele können dir den Einstieg leichter machen und du findest das richtige Microlearning Arrangement für dich.

Gute Beispiele für moderne Micro-Contents und der Erweiterung zu Microlearning

Ein gutes Beispiel für Microlearning ist das Lernen mit Kurzvideos (Stichwort: “Youtube lernen“). Es ist leicht einzelne Micro-Contents zu finden und dank der Verbreitung von Tablets und Smartphones überall abzuspielen. Um einfach mal zwei Beispiele zu zeigen:

Micro-Content: Dinge erledigt bekommen = sich organisieren?

Micro-Content: Füllwörter und ihre Wirkung

Wie dir vielleicht aufgefallen ist, erfüllen diese Micro-Contents auch die Merkmale für Microlearning aus dem vorigen Abschnitt sehr gut. Sie sind nämlich thematisch abgeschlossen, kurz, handlungsbezogen und erlauben Interaktion (z.B. Anmerkungen der Zuschauer über Kommentare).

Der Mehrwert liegt in der Kuration

Schade an YouTube Videos ist nur, dass Sie häufig einzeln aufzufinden sind und nicht in einem Kontext ablaufen. Für dich als Trainer ist das aber ein großer Vorteil. Wenn du deine Inhalte in Reihe bringst und einen Lernpfad aus 8-10 Inhalten erstellst, kreierst du einen Mehrwert, den du dann auch verkaufen kannst (siehe z.B. 7 Verkaufsargumente für nachhaltige Trainings).

Verknüpfung von Microlearning mit einem Präsenztraining

Einen weiteren Mehrwert kannst du schaffen, wenn du dein Microlearning mit Präsenz kombinierst. Ich möchte dir ein Beispiel zeichnen:

Nehmen wir mal an, du bietest ein Training zu interkulturellen Kompetenz in China und möchtest die Besonderheiten der chinesischen Umgangsformen demonstrieren. In diesem Fall sind Videos sehr anschaulich. Du würdest diese Videos von einer Videoplattform in dein Training einbinden und es den Teilnehmern abspielen. Im Training machst du mit den Teilnehmern anschließend weitere Übungen.

Aber was ist nach dem Training? Für die Nachbereitung hast du dir drei Videos mit besonderen Situationen herausgesucht. Diese schickst du an die Teilnehmer und stellst deinen Teilnehmern zu diesen Videos Fragen. Die Teilnehmer erinnern sich auf diese Weise an die Trainingsinhalte und überlegen sich, wie sie vorgehen würden. Eine weitere Aufgabe könnte sein, dass die Teilnehmer selbst nach Beispiele für schwierige Situationen online suchen und den anderen Teilnehmern in der Gruppe berichten und darüber diskutieren. So wird die kurze Internetrecherche zu einem Microlearning-Moment.

Gerade für die Vor- und Nachbereitung von Trainings in der Weiterbildung hat Microlearning großes Potenzial. In diesem Anwendungsfall sind die Inhalte darauf ausgerichtet, die Teilnehmer vorzubereiten, die Trainingsinhalte zu wiederholen, die Teilnehmer zu dem Üben und Handeln zu bewegen und bei der Umsetzung der Trainingsinhalte zu unterstützen. Das gelingt mit Hilfe von kurzen Wiederholungen, Arbeitshilfen und Reflexionsfragen.

Eigene Microlearning Inhalte für die Weiterbildung erstellen

Deine Trainings kannst du super mit eigenen Microlearning Inhalten erweitern. Ich möchte dir hier 7 einfache Schritte vorstellen, mit denen ich immer vorgehe.

Schritt 1: Vergegenwärtige dir dein Trainingsziel

Ich stelle mir dafür zum Beispiel folgende Fragen: Was möchtest ich mit meinem Training erreichen? Was sollen die Teilnehmer danach können?

Wenn ich mir diese Fragen stelle, fällt es mir später leichter, die wichtigsten Inhalte zusammen zustellen und den Fokus zu behalten. Wenn es in meinem Kopf zu komplex wird, schreibe ich es auch gerne auf und justiere daran, bis ich meine Antwort einfach ausdrücken kann. Bedenke: Wenn du Schwierigkeiten hast dein Trainingsziel in konkrete, einfache Worte zu fassen, dass ist dein Teilnehmer wahrscheinlich ganz verloren.

Schritt 2: Denke dir Übungen für deine Teilnehmer aus

Du möchtest deinen Teilnehmern nicht nur eine Sammlung von Micro-Content anbieten. Du sorgst für echtes Microlearning erst, wenn du deine Inhalte mit Übungen und Aufgaben verknüpfst, die deine Teilnehmer zum Handeln bringen. Am besten verknüpft mit den vorher gelernten Inhalten. Ein Beispiel: Du stellst einen Ausschnitt aus einer TED-Rede zur Verfügung (der Micro-Content). Es dreht sich um Dankbarkeit im Alltag. Deine Teilnehmer sollen nach dem Ansehen per Kommentar stichpunktartig beschreiben, ob und wie sie diese Momente in ihren Alltag einbauen würden.

Schritt 3: Wähle das Format für deine Inhalte aus

Deine Inhalte kannst du als Text, Video, Quiz, Arbeitsblatt, Leitfaden, Weblink, Powerpointfolien uvw. an deine Trainingsteilnehmer schicken.

In einem Text kannst du Informationen übersichtlich darstellen. Für umfangreiche Fallbeispiele oder Checklisten sind Texte gut. Der Lese kann in dem Text die Informationen überfliegen und als Referenz heranziehen.  Lange Texte können  für die Teilnehmer nach sehr viel arbeit aussehen und sind auf Tablets oder Smartphones nicht so gut zu lesen. Daher immer schön kurz halten (“Micro”).

Audioinhalte sind gut, wenn etwas erzählt wird oder ein Gespräch wiedergegeben wird. Ein Interview könnte auch als Text transkribiert werden, so bekommt der Teilnehmer aber nichts von der Stimme und den paraverbalen Äußerungen der Gesprächspartner mit. Gerade diese Aspekte machen Audio interessant.

Videos sind ein gutes Mittel, um den persönlichen Bezug zu den Teilnehmern aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Wenn Informationen in einem Video vermittelt werden sollen, dann am besten mit visueller Hilfestellung (z.B. eine Grafik oder Stichpunkte) unterstützen. Animationen können helfen um komplexe Abläufe visuell darzustellen.

Eine Mischung verschiedener Formate und Medien ist wegen derer unterschiedlichen Effekte der beste Ansatz. Im Schritt 5 gibt es noch ein paar Hinweise, welche Zutaten für ansprechende und motivierende Inhalte wichtig sind. Weiter geht es aber erst mit dem Festlegen des Ablaufs (Schritt 4).

Schritt 4: Organisiere deine Inhalte für den groben Ablauf

Wenn du Inhalte gesammelt hast, dann triffst du eine Vorauswahl. Du entscheidest, welche Inhalte auf jeden Fall in dem Kurs vorkommen sollen und welche eher eine unterstützende Rolle einnehmen. Schreibe dafür jeden Inhalt auf eine Karteikarte und notiere die wichtigsten Aspekte zu dem Inhalt.

Anschließend kannst du die Reihenfolge und Auswahl sehr schnell und einfach anpassen, indem du die Karteikarten umlegst oder entfernst. Für die Auswahl orientierst du dich an Ähnlichkeit, Schwierigkeit, Lerneffekt und Produktionsaufwand der Inhalte. Auch wenn es häufig vorausgesetzt wird, mache dir noch einmal Gedanken, ob dein Inhalte und Aktivitäten wirklich für die Zielgruppe relevant und bedeutsam sind. Für den Teilnehmer sind Relevanz und Bedeutung die wichtigsten Faktoren. Überprüfe auch, ob jeder Inhalt “gehirnfreundlich” ist. Das bedeutet, lieber weniger Inhalt auf mehrere Einheiten aufgeteilt, als eine Einheit mit zu vielen Informationen. Grafiken und andere visuelle Elemente entlasten hierbei das Arbeitsgedächtnis.

Schritt 5: Ansprechende Microlearning-Inhalte erstellen, auf die sich die Teilnehmer freuen

Wenn du deine Inhalte erstellst, dann sorge für ansprechende Inhalte. Das erreichst du, indem du den Kontext deines Themas für die Zielgruppe beachtest. Kennst du Fallbeispiele oder Situationen, die häufig auftreten? Erzähl eine Geschichte, und dehne die Geschichte über den Verlauf von zwei oder drei Inhalte aus und nutze den Cliffhanger-Effekt. Toll ist es auch, wenn du etwas vormachen oder vorzeigen kannst. Über konkrete Handlungsanweisungen sind dir deine Teilnehmer sowieso immer dankbar. Frage bei so einem Inhalt nach den persönlichen Erlebnissen der Teilnehmer mit der Methode. Wenn du Informationen präsentierst, dann nutze auch visuelle Hilfsmittel und Grafiken, um die Inhalte übersichtlich und klar darzustellen.

Falls du dir Sorgen machst, in einen kurzen Inhalt nicht alles einfügen zu können, was benötigt wird, dann kannst du weiterführende Inhalte für die Teilnehmer vorbereiten. Mit diesen Inhalten können sich dann die Teilnehmer beschäftigen, die Interesse an weiteren Informationen haben, die den Umfang des Trainings sprengen würden. So werden deine Inhalte richtig effektiv.

Im ersten Anlauf sind drei bis neun Inhalte ein guter Richtwert. Diese Inhalte kannst du in einem oder zwei Tagen produzieren, wenn du dich mit Hilfe der vorgestellten Schritte vorbereitest.

Schritt 6: Teste deine Inhalte

In einem ersten Anlauf führst du am besten einen Test mit einer kleinen Gruppe durch. Das können Kollegen, Freunde, Bekannte oder eine kleine Trainingsgruppe sein, die dir eine kurze Rückmeldung zu den Inhalten geben können. Jetzt entscheidest du, welche Veränderungen du vornehmen wirst.

Schritt 7: Verkaufe deine Microlearning-Inhalte mit deinen Trainings

Nach diesem ersten Feinschliff sind deine Inhalte bereit für den Einsatz. In der Auftragsklärung kannst du dieses zusätzliche Angebot platzieren. Wirf einen Blick auf diese “7 Verkaufsargumente für deine Onlinebegleitung”. Diese Argumente helfen dir im Gespräch mit deinen Kunden und du bewegst dich weg von der Tagessatzdebatte hin zu einem Produkt.

Microlearning ist für die moderne Arbeitswelt gemacht

Microlearning ist mit dem Internet und den Endgeräten (Smartphones, Tablets etc.) praktikabel geworden und passt gut zu verschiedenen Rahmenbedingungen der modernen Arbeitswelt. Darunter sind zum Beispiel:

Selbstbestimmtes Lernen – Die Weiterbildung wandelt sich zunehmend zu einem Wechsel von Arbeit und Lernen. Zwei oder drei Tage in einem Seminar zu sein wird immer mehr zur Ausnahme. Die Lernenden möchten das Lernen an ihre Arbeitsgewohnheiten anpassen und selbst Zeiträume und Inhalte aussuchen.

Kompetenzorientierung statt Faktenwissen – Trainings und Weiterbildungen sind darauf ausgerichtet, neue Fähigkeiten zu entwickeln. Aus diesen Fähigkeiten entstehen langfristig Kompetenzen, wenn die richtigen Bedingungen gegeben sind. Die Kompetenzentwicklung wird durch Handeln, Üben, Reflexion unterstützt. Trainer, Kollegen und Führungskräfte tragen wesentlich zu dieser Entwicklung bei, wenn die Entwicklung über einen längeren Zeitraum begleitet wird. Faktenwissen kann dank der Technologie sehr schnell abgerufen oder aufgefrischt werden.

Lebenslanges Lernen – Mit der Ausbildung oder dem Studium ist das Lernen im beruflichen Kontext lange nicht abgeschlossen. Heute bietet die Berufsausbildung den Ausgangspunkt für eine berufliche Tätigkeit, in dieser Tätigkeit setzt sich das Lernen bei Fortbildungen oder im Training fort. Auf der einen Seite bestimmen damit die Arbeitgeber das Bildungsprogramm

Die Halbwertszeit von Wissen – Dieses Argument wird häufig sehr allgemein verwendet. Es ist nicht so, dass alles Wissen (bzw. die Annahmen oder Informationen) nach einigen Jahren komplett überholt ist. Die Grundannahmen der verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen verändern sich eher schleichend. Es ist in der Tat so, dass sehr viel Wissen hinzukommt. Auch die sich schnell verändernde Technologie führt dazu, dass Wissen oder aktualisiert werden. Im betrieblichen Kontext kann diese Situation eintreten, wenn neue Richtlinien umgesetzt werden oder wenn neue Maschinen, Programme oder andere Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt werden.


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