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Weiterbildung 2019: Wie neue Lernmethoden Kosten senken

Laura Evers
Mi, 23.01.2019

Weiterbildung in Unternehmen ist absolut unerlässlich, um das Wissen der Mitarbeiter up to date zu halten. Dafür verschlingen Seminare und Trainings aber oft riesige Budgets. Wir analysieren, wie sich die hohen Weiterbildungskosten zusammensetzen und zeigen, wie mit digitaler Unterstützung an allen Kostenquellen gespart werden kann – ohne Abstriche bei der Nachhaltigkeit.

Weiterbildung um jeden Preis?

In der sich rasch wandelnden Wirtschaftswelt sind betriebliche Weiterbildungen enorm wichtig geworden: Regelmäßige Aktualisierung von Fachwissen und die Verbesserung von kommunikativen und technischen Kompetenzen bestimmen den Erfolg von Unternehmen maßgeblich mit. Zudem sind gute Weiterbildungsmöglichkeiten ein gutes Plus für das Image jedes Unternehmens.

Berufliche Weiterbildung gewinnt deshalb immer mehr an Bedeutung. Die Herausforderungen, besonders für Personaler: Neben der notwendigen zeitlichen und personellen Organisation stellt sind besonders die Frage nach den Kosten – und dem Nutzen im Verhältnis zum Preis.

Wir erklären anhand von deutschlandweit erhobenen Zahlen, welche Posten wirklich Geld fressen – und mit welchen Methoden richtig gespart werden kann! 

Alle Zahlen und Fakten sind im Folgenden entnommen aus dem Jahresbericht “Berufliche Weiterbildung in Unternehmen” (2015) des Statistischen Bundesamtes. Die Publikation ist als kostenloser Download verfügbar.

Fakten: Das kostet Weiterbildung in Unternehmen

Das Thema Kosten ist immer aktuell, in allen Unternehmensbereichen. Weiterbildung ist da keine Ausnahme: 33,5 Milliarden Euro werden in Deutschland jährlich in berufliche Weiterbildung investiert. Unternehmen geben dabei für Lehrveranstaltungen durchschnittlich 1.793€ pro Jahr für jeden Teilnehmenden aus (Stand 2015).

Dabei entfallen für jeden Teilnehmer 947€ auf direkte Kosten.

Erklärung: Direkte Kosten sind alle Kosten, die durch beteiligte Personen entstehen: Zahlungen für externe Trainer, Personalgehälter für Organisation und Planung, sowie Reise- und Verpflegungskosten.

Dazu kommen 846€ indirekte Kosten pro Teilnehmer.

Erklärung: Indirekte Kosten sind die Lohnkosten für den Arbeitsausfall, der durch die Teilnahme an klassischen Face-to-Face-Weiterbildungen zwangsläufig entsteht.

Die Zahlen in Relation:

Grafik 1: Direkte kosten machen rund 53% an den Gesamtkosten für Lehrveranstaltungen in Unternehmen aus; indirekte kosten rund 47%.

Grafik 1: Direkte Kosten machen rund 53% an den Gesamtkosten für Lehrveranstaltungen in Unternehmen aus; indirekte kosten rund 47%.

Diese Zahlen sind ein guter Ausgangspunkt, um zu überprüfen, wofür die Ausgaben gut angelegt sind – und wo einfach verschwendet.

Sparpotential durch neue Lernmethoden

Richtig Geld sparen lässt sich, sowohl bei direkten als auch bei indirekten Kosten, durch neue Methoden: Seit einigen Jahren schon sind digitale und internet-basierte Lehr- und Lernmethoden auf dem Vormarsch. Statt festem Lehrplan und Seminarraum geht der Trend zu selbstgesteuertem Lernen am PC und “mobile learning” unterwegs.

Der persönliche Kontakt und die individuelle Unterstützung durch einen Trainer oder Coach ist bei digitalem Lernen alleine aber nicht möglich. Stattdessen lohnt sich die Verbindung beider Welten. Daraus entstanden ist Blended Learning: Die Verzahnung von Präsenz- und Online-Lernen, das die Vorteile beider Lernmethoden kombiniert.

Welche Vorteile Blended Learning bezüglich Mobilität und Flexibilität bietet, haben wir bereits im Blog für dich zusammengefasst: Trendstudie: 4 Potenziale digitaler Lernformen erkennen

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Sparpotential bei direkten Kosten

Die direkten Kosten von Lehrgängen, Kursen und Seminaren entstehen durch vier unterschiedliche Kostenpunkte:

  1. Zahlungen und Gebühren, beispielsweise für gebuchte externe Trainer.
  2. Personalaufwendungen für die Organisation und Durchführung der Maßnahme.
  3. Kosten für An- und Rückreise und Verpflegung der Teilnehmenden.
  4. Kosten für Räume, Ausstattung und Unterrichtsmaterial.

Die folgende Grafik zeigt, wie groß der Anteil der jeweiligen Kostenquelle an den direkten Kosten einer Lehrveranstaltung im Durchschnitt ist:

Kosten_Weiterbildung_Unternehmen_Grafik2

 

Grafik 2: Anteil der unterschiedlichen Kostenblöcke an den Gesamtkosten von Lehrveranstaltungen in Unternehmen.

4 Wege, mit Online-Lösungen Kosten einzusparen

1. Kosten senken bei Zahlungen und Gebühren

Zu Zahlungen und Gebühren gehören bei externen Bildungsanbietern wie Trainern oder Coaches oft auch die Reise- und Unterbringungskosten. Dazu kommt der Stunden- oder Tagessatz für die Anwesenheit. Durch Blended Learning kann die Präsenzzeit jedoch deutlich verkürzt werden:

Besonders effektiv ist es erfahrungsgemäß, Vorbereitung und Nachbegleitung auf einer Online-Lernplattform zu ermöglichen. Somit kommen die Teilnehmer besser vorbereitet ins Seminar, können vor Ort die relevantesten Inhalte face-to-face lernen. Und können online bei der Umsetzung im Alltag begleitet werden.

2. Kosten senken bei Reisekosten für Teilnehmende

Weniger Präsenzzeit mit dem Trainer bedeutet auch weniger Präsenzzeit für die Teilnehmer. Die 13% Kosten für Reise, Unterbringung und Verpflegung der Mitarbeiter lassen sich drastisch reduzieren:

Ein Beispiel: Wenn statt drei Seminartagen nur noch ein Präsenztag notwendig ist, spart das zwei Mal Reise- und Verpflegungskosten. Mit einer langfristigen Online-Nachbegleitung können Teilnehmer das Gelernte auch ohne direkten Kontakt zum Trainer festigen.

Tipp: Zur Kombination von Präsenz- und Online-Zeit haben wir bereits unterschiedliche Modelle im Blended Learning vorgestellt. Je nach Modell kann die Präsenzzeit unterschiedlich intensiv ausfallen.

3. Kosten senken bei Räumen und Material

Je weniger Präsenztermine geplant werden müssen, desto seltener werden externe Seminarräume gebraucht. Also verringern sich die Kosten für Mieten und Geräte (beispielsweise Computer oder Beamer).

Wenn dazu noch Lernmaterialien online zur Verfügung gestellt werden, bedeutet das Einsparungen bei Druckkosten. Kleiner Bonus: Wer nur noch das allernötigste druckt, schont die Umwelt! :)

4. Kosten senken bei Personalaufwendungen

Die Organisation von Weiterbildungen ist komplex und oft zeitaufwändig. Auch mit Blended Learning müssen Inhalte zusammengestellt und in die Plattform eingepflegt werden. Der Mensch wird nicht ersetzt!

Allerdings können Inhalte, die sich online befinden, immer wieder verwendet werden. Online-Kurse lassen sich bei Bedarf schnell und flexibel anpassen. Auf lange Sicht kann hier also die Arbeitszeit umverlagert oder an (Über-)Stunden gespart werden.

An den direkten Kosten, die vor allem durch notwendige Reisen und Arbeitsstunden entstehen, lässt sich also mit einer Verbindung von Präsenz- und Online-Lernen bares Geld pro Kopf sparen. Das wirkt sich dann auch auf die indirekten Kosten aus!

Sparpotential bei indirekten Kosten

Weiterbildung ist oft immer noch an Präsenz gebunden. Fehlt ein Teilnehmer am Arbeitsplatz, muss er an anderer Stelle länger arbeiten oder durch eine andere Arbeitskraft vertreten werden. Das verursacht die indirekten Kosten: zusätzliche Lohnkosten!

Immerhin rund 22 Arbeitsstunden pro Jahr verbringt jeder Teilnehmer im Durchschnitt mit Lehrveranstaltungen für die berufliche Weiterbildung. Dabei ist es erst einmal unerheblich, ob es sich um interne oder externe Veranstaltungen handelt: In jedem Fall fehlt 22 Stunden im Jahr eine Arbeitskraft an ihrem Arbeitsplatz.

Sparen beim Arbeitsausfall

Die Einsparungen bei den direkten Kosten durch geringere Präsenzzeiten wirken sich auch auf den Arbeitsausfall aus: Wer weniger Zeit im Seminarraum oder auf Reise verbringt, hat weniger Ausfallzeiten.

Dadurch verringert sich aber nicht die Effektivität der Weiterbildung: Blended Learning lebt insbesondere von kurzen, mobilen Lerneinheiten, die am Arbeitsplatz, aber auch unterwegs bearbeitet werden können.

Hier spart also nicht nur das Unternehmen Geld, da weniger Arbeitsstunden ausfallen. Der Teilnehmer spart zudem Zeit und Nerv – und integriert das Lernen entspannt und mobil in seinen Alltag. 

Arbeiten mit einer Blended Learning Plattform kann richtig Spaß machen! Und mit Abwechslung und Spaß fällt das Lernen direkt leichter. Probiere es selbst aus: Mit unserem kostenlosen Beispielkurs!

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Fazit: Blended Learning spart bares Geld!

Zeitlich und räumlich unabhängig zu sein gehört zu den größten Stärken von Blended Learning, ohne dabei an Nachhaltigkeit einzubüßen:

  • Eine intensive Online-Betreuung ermöglicht die Reduzierung der Präsenzzeit.
  • Weniger Präsenzzeit verringert Reisekosten für Trainer und Teilnehmende.
  • Zusätzlich werden Kosten für Hotel- und Raummieten minimiert.
  • Mobiles Online-Lernen bedeutet weniger Arbeitsausfall.

Das finanzielle Sparpotential ist aber nicht der einzige Vorteil: Insgesamt bietet Blended Learning ganze sieben genialen Argumente, Blended Learning auch in deinem Unternehmen zu starten! Lade dir das kostenlose PDF herunter und überzeuge deine Kollegen und Chefs vom digitalen Learning der Zukunft!

7 Argumente fuer Blended Learning in Unternehmen

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