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Microlearning-Challenges Teil 3 – Zeit zum Lernen schaffen

Geschrieben von Judith Forchheim | Mi, 19.08.2020

Du hast bereits ein Microlearning erstellt oder bist gerade dabei? Eine große Herausforderung ist, dass deine Lerner überhaupt genug Zeit zum Lernen haben. Im dritten Teil unserer Sommerreihe zeigen wir dir, wie du für genügend Lernzeit und motivierte Lerner sorgst:

Lesetipp: Alle Artikel aus der Serie “Herausforderungen im Microlearning” im Überblick:
  1. Deine Inhalte aktualisieren
  2. Inhalte für alle bereitstellen 
  3. Feste Lernzeiten einführen (hier)
  4. Lernkultur schaffen

Obwohl die Lernhäppchen im Microlearning möglichst kurz sind, fällt es vielen Lernern schwer, sich die entsprechende Zeit dafür zu nehmen. Auf der anderen Seite sorgen nicht alle Arbeitgeber für genügend freie Zeit zum lernen. Wir möchten dir deshalb zeigen, wie du für ausreichend Lernzeit sorgst.

  Im Blog haben wir bereits ausführlich über das Thema “feste Lernzeiten” berichtet. Wenn du zuerst erfahren möchtest, welche drei Arten von Lernzeiten es gibt, empfehle ich dir diesen Artikel: Lernzeiten in Unternehmen etablieren

Update August 2022: Du interessierst dich noch mehr fürs Thema Lernhäppchen bzw. Microlearning? Dann lies jetzt auch den Artikel über Learning Nuggets (Definition + Beispiele) in unserem Blog!

4 Tipps für genügend Lernzeit im Microlearning

Tipp 1: Erstelle einen Wochenplan

Mach es deinen Lernern leicht, indem du nur wenige Lerneinheiten auf einmal anbietest. Schicke ihnen einmal die Woche eine kurze Übersicht zu den Themen der kommenden Tage. So können sie die Microlearning-Einheiten direkt in ihren eigenen Zeitplan integrieren. Ein Beispiel: 5 Arbeitstage = 5 Lerneinheiten

Tipp 2: Ermögliche freie Zeiteinteilung

Jeder Lerner ist unterschiedlich: Die einen lernen gern am Stück, die anderen lieber verteilt über mehrere Tage. Lasse deine Lerner ihre Zeit am besten selbst frei einteilen. Wenn du deine Lernhäppchen im Sinne von Microlearning konzipiert hast, besteht dein Wochenplan aus mehreren, in sich geschlossenen Einheiten. Diese können deine Lerner dann individuell auf ihre Woche verteilen oder am Stück bearbeiten.

Tipp 3: Erinnere deine Lerner an ihre Aufgaben

Lernen rückt im stressigen Arbeitsalltag gerne mal in den Hintergrund oder wird bewusst zur Seite geschoben. Damit deine Wochenaufgabe nicht vergessen wird, hilft eine kurze Erinnerung, beispielsweise eine Mail oder eine Nachricht direkt aus der Lernplattform heraus.

Tipp 4: Frage Wissen ab

Kurze Lerneinheiten, die du mal zwischendurch erledigst, bergen die Gefahr, schnell wieder vergessen zu werden. Deshalb hilft es deinen Lernern, wenn sie jede Woche ein kurzes Quiz mit 2-5 Fragen bearbeiten müssen.

Wie du siehst, ist es gar nicht so schwer, feste Lernzeiten im Arbeitsalltag zu schaffen. Entscheidend ist, dass der Lernumfang nicht zu groß wird und es deine Lerner nicht unter Druck setzt. Lernen soll den Arbeitsalltag schließlich bereichern und verbessern. Wenn sich das Lernen dementsprechend leicht anfühlt und vielleicht sogar zur erfreulichen Abwechslung im Alltag wird, ist dein Microlearning besonders effektiv!

Zusammenfassung: Wie du deine Lerner unterstützen kannst:

  • Erstelle einen Microlearning-Plan, an dem sich deine Lerner orientieren können
  • Lasse deinen Lernern die Wahl, wann sie die Microlearning-Inhalte bearbeiten wollen
  • Erinnere sie an die Microlearning-Häppchen, indem du kurze Erinnerungen schickst
  • Erhöhe die Verbindlichkeit durch regelmäßige kleine Quizze und Wiederholungen

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