28. Oktober 2020

LXP, LCMS oder doch nur LMS? Über Schall und Rauch im E-Learning

E-Learning

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LMS, LCMS und LXP – diese Abkürzungen tauchen regelmäßig im Kontext mit digitalen Lernplattformen auf. Außerdem schwirren Begriffe wie "Learning Experience", "Autoren-Features" oder "Gamification" umher, und da kann man schon mal etwas durcheinanderkommen. In diesem Artikel erläutern wir die drei verschiedenen Lernplattformtypen und inwiefern sie sich voneinander unterscheiden.

E-Learnings und digitale Bildungskurse feiern nach wie vor Hochkonjunktur. Deshalb suchen viele Unternehmen ein Tool, das ihnen die Weiterbildung vereinfacht. Insbesondere Lernplattformen unterstützen dich als Weiterbildungsverantwortlichen dabei, Lerninhalte aufzubereiten, zu verwalten und an deine Mitarbeitenden auszuspielen. Je nach Bedarf gibt es verschiedene Systeme mit unterschiedlichen Funktionen oder Ausrichtungen.

Bevor du dich für ein System entscheidest, solltest du dir daher eine zentrale Frage stellen: Geht es dir primär um Organisation und Verwaltung, um effiziente Content-Produktion oder um eine besonders motivierende Lernerfahrung für deine Mitarbeitenden? Die Antwort darauf entscheidet maßgeblich über die passende Systemarchitektur.

Um deine passende Lernplattform zu finden, stellen wir dir heute die drei bekanntesten Systeme und deren Unterschiede vor: LMS, LCMS und LXP.

Falls du aber jetzt schon erfahren möchtest, zu welcher Kategorie die blink.it Lernplattform gehört und wie du sie einsetzen kannst, dann vereinbare gerne über den folgenden Button ein kostenloses Erstgespräch mit uns:

LMS

Wahrscheinlich ist das Learning Management System (kurz: LMS) die bekannteste Form einer Lernplattform. Klassischerweise helfen LMS den Organisatoren von Weiterbildungen bei der allgemeinen Verwaltung von Lerninhalten, Abschlussprüfungen und Teilnehmerlisten.

Als Weiterbildungsverantwortlicher kannst du also E-Learnings integrieren und zentral verwalten. Einige LMS ermöglichen es dir sogar, dass du direkt im System Kurse erstellen kannst. In anderen Fällen musst du ein spezielles Autorentool anbinden, um Kurse zu erstellen.

Meistens sind diese Systeme cloudbasiert, sodass jeder Teilnehmer und auch deine Admins immer und überall über das Internet auf die Plattform zugreifen können. LMS ermöglichen auch eine umfangreiche Teilnehmerverwaltung, was besonders dann wichtig ist, wenn es sehr viele Kursteilnehmer gibt (z.B. in großen Unternehmen). Du kannst also Informationen über deine Lernenden einsehen, beispielsweise welche Kurse bereits absolviert wurden oder welche Lernmaterialien wem zur Verfügung stehen.

Nachteile von LMS

Klassische LMS sind zuweilen “Raumschiffe”: riesige Systeme mit unzähligen Knöpfen und Funktionen. Manchmal sind auch die Benutzeroberflächen auf Admin-Ebene nicht sehr intuitiv. Das erschwert die Einarbeitung und Bedienung für Inhaltsersteller und Verwalter.

LCMS

Der Übergang von LMS zu LCMS ist fließend, da sich beide Systeme auf die Bereitstellung von Lerninhalten fokussieren. LCMS stellen die nächste Stufe des klassischen LMS dar: Bei Learning Content Management Systemen (LCMS) steht die Erstellung von Lerninhalten im Fokus. So richten sich LCMS also eher an die Admins von Weiterbildungen, die das Wissen verwalten und den Mitarbeitenden später präsentieren.

Im Gegensatz zu klassischen LMS verfügen sie über Funktionen, die einem Autorentool ähneln, oder sie sind eine All-In-One-Lösung mit integriertem Autorentool. Du als Admin kannst also direkt im LCMS eigene Kurse erstellen, wodurch Autoren und Tutoren im selben System arbeiten können. Du kannst die benötigten Dateien direkt im System speichern und verwalten, wodurch die Zusammenarbeit im Team noch leichter fällt.

Die meisten LCMS ermöglichen es dir außerdem, diese Inhalte direkt für deine Mitarbeitenden bereitzustellen. Du brauchst also ähnlich wie bei einem LMS meist kein zusätzliches Tool, sondern kannst alles in einem verwalten. LCMS eignen sich vor allem bei umfangreichen Wissensinhalten, die von unterschiedlichen Standorten genutzt werden sollen. Auch wenn verschiedene Admins zusammenarbeiten sollen, eignet sich ein LCMS.

Nachteile LCMS

LCMS sind sehr vielfältig, so auch die Nachteile. Manche LCMS bieten zwar viele Funktionen zur Contenterstellung, aber nur wenig Verwaltung. Andere haben nur wenige Autoren-Funktionen, dafür aber eine komplexe Teilnehmerverwaltung. Beim LCMS ist es daher wichtig, eine ausgewogene Mischung für dein Unternehmen zu finden.

LXP

Im Gegensatz zu klassischen LMS oder LCMS fokussiert sich eine Learning Experience Platform (kurz: LXP) direkt auf die Mitarbeitenden. Diese können sich auf solchen Plattformen deutlich freier und flexibler bewegen, gestalten ihre Lernumgebung mit und können sie nach eigenen Bedürfnissen personalisieren.

Die Motivation der Mitarbeitenden spielt bei der LXP eine besonders wichtige Rolle: Für dich als Weiterbildungsverantwortlicher bedeutet das, dass du die Lerninhalte für verschiedene Lerntypen bereitstellst und diese sich ihre Weiterbildung selbst zusammenstellen. LXP ermöglichen außerdem eine aktive Mitgestaltung durch deine Mitarbeitenden: Sie können z. B. auch eigene Inhalte erstellen und hochladen. Um die Qualität deiner Weiterbildung trotzdem zu gewährleisten kannst du in den meisten LXP die Lernaktivitäten deiner Mitarbeitenden nachverfolgen und dementsprechend darauf reagieren.

Um den Austausch zwischen den Lernenden zu erhöhen, verfügen die meisten LXP über eine Chat- und Kommentarfunktion. Dadurch können sich Kollegen schnell und einfach Fragen selbst beantworten und sind nicht auf dich als Kursleiter angewiesen.

Eine besonders beliebte Qualität der Learning Experience Platform ist jedoch die sogenannte Gamification: Darunter werden Entertainment-Elemente verstanden, die den Lernprozess unterhaltsamer gestalten (Quizze, Umfragen, Spielelemente, Bestenliste etc.).

Nachteile der LXP

Die komplexen LXP sind häufig sehr kostenintensiv und bestehen aus umfangreichen Funktionen, die die Bedienung für dich beim Erstellen und Verwalten der Kurse ziemlich kompliziert machen.Damit das Ziel der Mitgestaltung funktioniert, müssen die Lernenden zudem gut über die Bedienung informiert und zum Mitmachen motiviert sein.

LMS, LCMS und LXP auf der Waagschale

💡 Ein E-Learning-Tool ist nur dann sinnvoll gewählt, wenn es die strategischen Lernziele des Unternehmens unterstützt und nicht nur mit Funktionen beeindruckt.

MS

LCMS

LXP

Learning Management System

Learning Content Management System

Learning Experience Platform

Teilnehmerorganisation, Überprüfung & Administration

Inhaltserstellung, Speicherung & Verwaltung

Unterstützung, Austausch & Gamification

Fokussiert auf die Struktur

Fokussiert auf den Inhalt

Fokussiert auf die Lernenden

Alle drei Lernplattformtypen LMS, LCMS und LXP verfolgen natürlich das selbe Ziel: Sie wollen Weiterbildung im digitalen Raum umsetzen. Lediglich die Ausrichtung und Fokussierung ändert sich. Je nachdem, was dir für dein Unternehmen und deine Mitarbeitenden am wichtigsten ist, solltest du dementsprechend deine perfekte Lernplattform auswählen.

👉 Natürlich gibt es auch Plattformen, die verschiedene Typen kombinieren. So ist z. B. die blink.it-Lernplattform eine Kombination aus allen 3 Kategorien:

  • LMS: umfassende Teilnehmerverwaltung, Prüfung des Lernfortschritts und Zertifikate

  • LCMS: Inhalte und Kurse einfach direkt auf der Plattform erstellen und gestalten

  • LXP: Mitarbeitende als Co-Kursersteller, Chat zwischen Lernenden und Kursleitern sowie Gamification-Elemente

Somit ist blink.it ein All-In-One-Tool, das die Bedürfnisse aller Beteiligten erfüllt: Kursersteller, Kursverwalter und Lernende. Und das Ganze mit hoher Funktionalität und einfacher Bedienbarkeit.

Fazit

Die richtige Lernplattform erkennst du nicht an der Abkürzung, sondern daran, ob sie deine Lernstrategie wirksam unterstützt.

LMS, LCMS und LXP verfolgen das gleiche Ziel, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Während das LMS Struktur und Verwaltung in den Mittelpunkt stellt, fokussiert sich das LCMS stärker auf Content-Produktion. Die LXP hingegen betont Motivation, Austausch und Lernerlebnis.

Entscheidend ist nicht, welcher Begriff gerade im Trend liegt, sondern welche Anforderungen dein Unternehmen tatsächlich hat. Wer Lernziele, Zielgruppe und interne Prozesse klar definiert, findet leichter das passende System – und vermeidet kostspieligen „Schall und Rauch“.

Wir hoffen, dass dir dieser Artikel eine paar nützliche Informationen geliefert hat. Hab ganz viel Spaß und Erfolg beim Erstellen deiner nächsten Online-Kurse!

Aktualisiert am 02.03.2026

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