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Social Learning im Unternehmen: Gemeinsam digital lernen

Von- und miteinander lernen gehört ganz selbstverständlich zum Arbeitsalltag: Deine Mitarbeiter tauschen Erfahrungen aus, fragen Kollegen um Rat, beobachten andere bei einer Aufgabe oder lösen gemeinsam ein Problem. Genau diese Form des Lernens kannst du auch gezielt in deine betriebliche Weiterbildung integrieren.

Social Learning verbindet Lernen mit Austausch und Zusammenarbeit. Das funktioniert nicht nur vor Ort, sondern auch in digitalen Schulungen. Wie du Social Learning in deinem Unternehmen fördern kannst und welche Methoden sich dafür eignen, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Was bedeutet Social Learning?

Beim Social Learning lernen Menschen durch die Interaktion mit anderen. Sie beobachten, tauschen Erfahrungen und Wissen aus, geben Feedback oder entwickeln gemeinsam Lösungen. Lernen findet damit nicht ausschließlich durch bereitgestellte Lerninhalte statt, sondern auch im sozialen Austausch.

Dafür brauchst du nicht zwingend eine große Lerngruppe: Auch der Austausch zwischen zwei Kollegen, gemeinsames Üben oder die Beobachtung eines erfahrenen Mitarbeiters können soziales Lernen ermöglichen.

Die theoretischen Grundlagen reichen weit zurück. Bekannt wurde insbesondere die Social Learning Theory von Albert Bandura. Sie beschreibt unter anderem, wie Menschen durch die Beobachtung anderer und ihrer Verhaltensweisen lernen.

💡 Social Learning heißt: gemeinsam, miteinander und voneinander lernen.

Warum Social Learning auch digital funktioniert

Social Learning ist nicht an einen gemeinsamen Schulungsraum gebunden. Entscheidend ist, dass deine Mitarbeiter Möglichkeiten bekommen, miteinander zu kommunizieren, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.

Digitale Lernangebote können diesen Austausch sogar über einzelne Schulungstermine hinaus verlängern. Deine Mitarbeiter können beispielsweise Fragen zu Lerninhalten diskutieren, eigene Erfahrungen teilen, Ergebnisse präsentieren oder Feedback von Kollegen erhalten.

💡 Social Learning erweitert digitales Lernen um den Austausch mit anderen: Mitarbeiter teilen Erfahrungen, geben Feedback und machen ihr eigenes Wissen für Kollegen nutzbar.

Auch im Blended Learning kannst du beide Welten miteinander verbinden: Ein Austausch beginnt beispielsweise im Online-Kurs und wird später in einem gemeinsamen Termin vertieft. Oder deine Mitarbeiter bearbeiten gemeinsam eine Aufgabe und dokumentieren ihre Ergebnisse anschließend digital.

3 Beispiele für Social Learning in Online-Schulungen

Du brauchst keine komplizierten Lernkonzepte, um Social Learning in deine digitale Weiterbildung einzubauen. Schon einfache Aufgaben und Austauschmöglichkeiten können deine Mitarbeiter dazu anregen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen miteinander zu teilen.

1. Diskussionen und Erfahrungsaustausch anregen

Stelle deinen Mitarbeitern nicht nur Lerninhalte bereit, sondern gib ihnen konkrete Anlässe zum Austausch. Du kannst beispielsweise eine Frage zu einer typischen Situation aus dem Arbeitsalltag stellen und die Teilnehmer auffordern, ihre Erfahrungen oder Lösungsansätze miteinander zu teilen.

Dafür kannst du Kommentarfunktionen, Chats oder gemeinsame Live-Termine nutzen. Im Blended Learning lässt sich eine Diskussion auch digital vorbereiten und anschließend in einem gemeinsamen Termin vertiefen.

Wichtig ist vor allem, konkrete Fragen zu stellen. Ein leeres Kommentarfeld allein sorgt noch nicht dafür, dass Social Learning entsteht.

2. Ergebnisse und Wissen miteinander teilen

Lass deine Mitarbeiter selbst etwas zum Lernprozess beitragen. Sie können beispielsweise Ergebnisse aus Praxisaufgaben, Checklisten, kurze Anleitungen oder eigene Lösungswege mit der Lerngruppe teilen.

So profitieren nicht nur die einzelnen Teilnehmer von ihrer eigenen Aufgabe. Die Ergebnisse werden gleichzeitig zu Lernmaterial für andere Mitarbeiter.

Auch im Blended Learning funktioniert das gut: Eine Aufgabe kann während eines gemeinsamen Termins beginnen und anschließend digital weiterbearbeitet oder dokumentiert werden.

Beispiel für Austausch von Dateien in einer Online-Schulung: Mitarbeiter können eigene Inhalte für die ganze Lerngruppe hochladen. Quelle: blink.it

3. Lernen am Beispiel mit Videos

Menschen lernen auch, indem sie andere beobachten. Genau das kannst du mit Videos für deine Online-Schulungen nutzen.

Zeige deinen Mitarbeitern beispielsweise typische Situationen, Arbeitsabläufe oder konkrete Verhaltensweisen aus ihrem Berufsalltag. In einer Vertriebsschulung kann ein Video ein gelungenes Kundengespräch zeigen, bei einer Soft-Skill-Schulung beispielsweise eine Gesprächssituation.

Noch interessanter wird das Video, wenn du deine Mitarbeiter anschließend aktiv einbeziehst: Was wurde gut gelöst? Was hätten sie anders gemacht? Welche Vorgehensweise kennen sie aus ihrem eigenen Arbeitsalltag? So wird aus einem Video der Ausgangspunkt für gemeinsamen Austausch.

So schaffst du gute Bedingungen für Social Learning

Social Learning entsteht nicht automatisch, nur weil deine Lernplattform eine Kommentarfunktion besitzt. Du solltest den Austausch bewusst in dein Lernkonzept einplanen und deinen Mitarbeitern konkrete Anlässe geben, sich einzubringen.

Hilfreich sind zum Beispiel:

  • konkrete Fragen und Aufgaben, die zum Austausch anregen

  • Praxisbezug, damit Mitarbeiter eigene Erfahrungen einbringen können

  • einfache Möglichkeiten zum Teilen und Kommentieren

  • Feedback und Moderation, besonders wenn eine Diskussion ins Stocken gerät

  • ausreichend Zeit, damit Austausch nicht zusätzlich zum eigentlichen Lernen „irgendwie nebenher“ stattfinden muss

💡 Achte außerdem darauf, dass deine Mitarbeiter einen echten Nutzen im Austausch erkennen. Social Learning funktioniert besser, wenn Kollegen gemeinsam an relevanten Fragen arbeiten, als wenn Beteiligung nur um ihrer selbst willen eingefordert wird.

Fazit

Social Learning wird dann wirksam, wenn digitale Weiterbildung nicht nur Inhalte bereitstellt, sondern gezielt Raum für Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsames Lernen schafft.

Social Learning macht das Wissen und die Erfahrungen deiner Mitarbeiter zu einem wichtigen Bestandteil der Weiterbildung. Statt ausschließlich vorgegebene Inhalte zu konsumieren, können Lernende Fragen stellen, eigene Erfahrungen teilen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Auch in Online-Schulungen kannst du dafür gute Bedingungen schaffen. Diskussionen, gemeinsame Aufgaben, geteilte Ergebnisse und Lernen am Beispiel lassen sich gezielt in digitale Lernangebote integrieren. Entscheidend ist nicht die einzelne Funktion deiner Lernplattform, sondern dass du echte Anlässe für Austausch und Zusammenarbeit schaffst.

Häufige Fragen und Antworten

Was bedeutet Social Learning?

Social Learning bedeutet, dass Menschen durch die Interaktion mit anderen lernen. Deine Mitarbeiter beobachten andere, tauschen Erfahrungen und Wissen aus, geben Feedback oder entwickeln gemeinsam Lösungen.

Funktioniert Social Learning auch in Online-Schulungen?

Ja. Auch digital kannst du deinen Mitarbeitern Möglichkeiten geben, miteinander zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen, Ergebnisse zu teilen und voneinander zu lernen. Dafür eignen sich beispielsweise Kommentare, Chats, gemeinsame Aufgaben oder Live-Termine.

Welche Methoden eignen sich für digitales Social Learning?

Du kannst Diskussionen zu konkreten Praxisfragen anregen, Mitarbeiter eigene Ergebnisse und Erfahrungen teilen lassen oder Videos als Ausgangspunkt für gemeinsamen Austausch nutzen. Wichtig ist, dass deine Mitarbeiter einen konkreten Anlass zur Interaktion bekommen.

Braucht Social Learning eine spezielle Lernplattform?

Nicht zwingend. Entscheidend sind Möglichkeiten für Austausch und Zusammenarbeit. Eine Lernplattform kann Social Learning jedoch unterstützen, indem sie beispielsweise Kommentare, gemeinsame Inhalte oder andere Formen der Interaktion direkt mit den Lernangeboten verbindet.

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Erlebe blink.it in Aktion.

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